Samstag, 19. Mai 2018

ISTANBUL von PEGASUS SPIELE

ISTANBUL ist Kennerspiel 2014 und hat wirklich interessante Mechanismen. Jeder Spieler verfügt über einen Kaufmann und vier Gehilfen, einen fünften kann man im Laufe des Spieles erhalten. Der Kaufmann bewegt sich immer zusammen mit seinen Gehilfen 1-2 Felder weit auf dem 4x4 großen variablen Spielplan. Wenn er zum Stehen kommt, lässt er einen seiner Gehilfen stehen und darf die Aktion des Ortes ausführen. Kommt man auf ein Feld zurück, auf dem sich schon ein Gehilfe befindet, sammelt man diesen wieder ein und legt keinen zur Seite. Sollte man sich ohne Gehilfen auf ein Feld bewegen, darf man keine Aktion ausführen.
Ziel ist es 5 Rubine zu sammeln, die man entweder durch Waren ertauschen kann, in der Moschee bekommt oder für Geld kaufen kann. Hat man seinen Handkarren voll aufgerüstet, kann man auch beim der Wagnerei einen Rubin erhalten. Es gewinnt, wer als Erster die 5 Rubine einsammeln konnte. 
ISTANBUL hat einen wirklich interessanten Ansatz, die Bewegung des Kaufmanns und das Hinterlassen bzw. Einsammeln der Gehilfen machen das Spiel sehr taktisch und interessant.

KNISTER von NSV

Wer zuerst an KNIFFEL denkt, denkt nicht ganz falsch. Allerdings gibt es nur zwei Würfel und es wird reihum für alle geworfen. Die gewürfelte Zahl trägt man in ein 5x5 Gitter ein. Ziel ist es, wie bei Kniffel, Straßen, Full Houses, Pärchen, Drillige usw. zu bekommen. Am Ende zählt man seine Erfolge zusammen. Dabei zählen die horizontalen, vertikalen und diagonalen Reihen. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt. Ein schnelles und unterhaltsames Spiel.


MECHS VS MINIONS von RIOT GAMES / LEAGUE OF LEGENDS

Was für ein Spiel! Das Material vom Allerfeinsten, die Box ein Genuss! Dazu der Soundtrack und die Einführung ins Spiel als Hörspiel! Ziel dieses kooperativen Spieles ist es, Missionen zu erfüllen. Dabei gilt es natürlich das Ziel der Mission zu erreichen und während des Verlaufs seine Mechs aufzurüsten und mit den anderen Spielern abzusprechen, wer welche der Aufrüstkarten bekommt. Die Mechs bewegen sich mit Programmkarten, die, wie bei ROBO RALLY, die Bewegung vorgeben, allerdings das Ganze ein wenig aggressiver gestalten, da es auch gilt die Minions zu zerstören. Waffen-Upgrades sind also ein Muss. Die Anfangsmissionen führen in das Spiel ein, danach steigt der Schwierigkeitsgrad. Mit jeder Mission kommen neue Karten und Materialien ins Spiel, wie bei Legacy-Spielen.
Eines der besten Spiele, die wir je gespielt haben!

CORNWALL von SCHMIDT SPIELE

Es scheint etwas von Carcassonne zu haben, ist dann aber doch anders. Die Plättchen, die man zu einer Landschaft auslegt, bestehen immer aus drei Feldern, von denen mindestens eines mit einem ausliegenden übereinstimmen muss, damit man es anlegen darf. Stimmen zwei überein, bekommt man eine Münze. Damit kann man das Einsetzen seiner Figuren bezahlen oder sie aus dem Pub freikaufen, wo sie hinkommen, wenn ihr Gebiet gewertet wurde. Im Gegensatz zu Carcassonne kommen die Figuren also nicht zu ihren Besitzern zurück, sondern versammeln sich im Pub. Außerdem gibt es drei unterschiedlich wertvolle Figuren; diese Werte kommen bei einer Wertung ins Spiel, wenn sich Figuren unterschiedlicher Besitzer in einem Gebiet tummeln. 
Insgesamt hat uns CORNWALL gut gefallen, auch als Alternative zu Carcassonne. Einzig die Kapellen, die einem sofort drei Punkte bringen, wenn man seine Figur daraufsetzt, mindern den Spielspaß ein wenig. 

Sonntag, 1. April 2018

MALL OF HORROR von ASMODEE

Wie es die Unterüberschrift schon verrät, geht es ums Überleben und um Verrat. Die Spieler wollen in einem Mall den Zombiehorden entkommen, aber nicht alle werden es schaffen. Am Ende, nach Verrat und vielen Toten, kann es nur eine kleine Gruppe schaffen, gerettet zu werden. An einigen Stellen muss man sich entscheiden wer aus der eigenen Gruppe geopfert werden muss und wen der anderen Spieler man sich zum Freund / Feind machen muss. Ein Spiel über Entscheidungen, bei dem nicht immer der Spieler gewinnt, der am cleversten gespielt hat.
An sich ein netter Mechanismus, allerdings gefiel es nicht allen.

WÜRFELLAND von NSV

Einige unserer Mitspieler haben es mit TRÄXX verglichen und es TRÄXX light getauft. Es sieht ein wenig wie Träxx aus und spielt sich auch ein wenig so. Aber dann ist es doch recht anders. Die Tableaus der Spieler zeigen unterschiedliche Landschaften bestehend aus unterchiedlich großen secheckigen bunten Feldern. Insgesamt gibt es sechs Farben und sechs Würfel. Auf jedem Tableau sind 12 Sterne zu sehen, die einen Schatz darstellen. Ziel ist es 9 davon zu erreichen und eine Farbe komplett zu füllen. Das geht so: Wer an der Reihe ist darf die sechs Würfel werfen. Dann sucht er sich eine Farbe aus und kann entscheiden, ob er noch einmal wirft oder genügsam ist. Man darf wo lange mit den verbliebenen Würfeln weiterwürfeln bis man a) keinen Würfel mit der herausgelegten Farbe mehr würfelt oder b) mehr Würfel diese Farbe vor sich liegen hat, als freie Felder in einer entprechenden Region. Dann hat man sich überwürfelt und geht leer aus. Die anderen Spieler dürfen immer, wenn der aktive Spieler fertig ist, eine Farbe der übrigen Würfel wählen und entsprechend ein Kreuz machen. Wer einen Schatz erricht, darf sofort mit 5 Würfeln einen Schatzwurf machen.
Unterhaltsam, spaßig und sehr leicht zu erlernen. Sehr schön!

Dienstag, 27. März 2018

TEAM PLAY von SCHMIDT SPIELE

Wie der Titel schon vermuten lässt, spielt man im Team. Dabei darf man aber nicht miteinander reden oder sich über seine Handkarten austauschen. Dies muss indirekt, anhand der Aufgabe, die gerade vor dem Spieler liegt, passieren. Es gibt nur blaue und rote Karten, die man in unterschiedlichen Kombinationen sammeln und ablegen muss. Erfüllt man ein Ziel, bekommt man eine neue Karte.
Helfen darf man dem Partner pro Runde einmal, indem man ihm eine oder zwei der Handkarten gibt. Ob sie ihm wirklich helfen, weiß man nie. Einziges Indiz ist, wie gesagt, die ausliegende Aufgabenkarte.
Ein amüsantes kleines Spiel, das besser unterhält als erwartet.

THE MIND von NSV

Ein kooperatives Spiel, bei dem man nicht reden darf. Ziel ist es alle Handkarten in einer Runde korrekt abzulegen, ohne sich mit den anderen Spielern auszutauschen. Dabei müssen die Karten der Reihenfolge nach von niedrig zu hoch abgelegt werden. In der ersten Runde haben alle Spieler eine Karte, dann zwei, drei usw. Die Idee dabei ist, dass die Spieler ein Gefühl für die Höhe ihrer Zahlenkarten bekommen. Wann man seine Karte ablegt, hängt einzig davon ab, wie lange man meint warten zu können. Wer eine niedrige Karte auf der Hand hält, legt früher ab, als jemand, der eine hohe Karte hält. Hierbei das richtige Zeitgefühl zu finden ist nicht leicht, macht das Spiel aber sehr interessant.

Donnerstag, 28. Dezember 2017

ESCAPE von QUEEN GAMES

Ein bisschen wie Temple Run, indem wir unter Zeitdruck aus dem Tempel entkommen müssen. Wenn der Gong schlägt heißt es schnell wieder zum Eingang rennen, ansonsten verlieren wir einen Würfel. Diese sind aber wichtig, einmal um von einem Raum in den anderen zu gelangen und zum anderen um Edelsteinschreine zu aktivieren, damit wir am Ende weniger Symbole einer Art würfeln müssen.
Bisher haben wir nur die Grundversion gespielt, aber in der Big Box sind sämtliche Erweiterungen dabei, so dass vielen Abenden unter Zeitdruck nichts mehr im Wege steht.
Alle Spieler würfeln gleichzeitig, dass heißt, dass man den anderen Spielern vertrauen muss; Zeit zum kontrollieren gibt es nicht. Außerdem sollte man sich gute Unterlagen besorgen, da es ansonsten auf einem Holztisch sehr laut werden kann... Den Soundtrack kann man auch von der Internetseite herunterladen, so dass man keinen CD-Player benötigt.

PAPERBACK 

Was passiert, wenn Dominion auf Scabble trifft? Dann kommt Paperback raus. Wir bauen uns ein Kartendeck aus Buchstabenkarten um möglichst lange Wörter zu bilden. Joker helfen dabei und geben am Ende Punkte. Karten mit Doppelbuchstaben sind ein Muss, denn andern wird es schwierig mit nur 5 Karten Wörter zu bilden, die bis zu 10 Buchstaben lang sind. Wie auch bei Dominion haben viele Karten, besonders die teuren, einen Vorteil, wie zum Beispiel das Nehmen von weiteren Karten für die nächste Runde.
Paperback ist ein sehr interessantes Spiel, das auf den ersten Blick ein wenig unscheinbar erscheint, noch dazu mit einem recht hohen Preis. Diesen zahlt man aber in erster Linie für die Idee und die Idee ist es wert, bezahlt zu werden!